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Leonie Schulte
Was war dein Einstieg in den Sport?
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Leonie Schulte
Was ist das Besondere an deinem Sozialraum?
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Leonie Schulte
Wie bist du in deinem Sozialraum gelandet?
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Leonie Schulte
Was willst du mit deiner Arbeit im Sozialraum bewirken?
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Leonie Schulte
Was hast du durch SPORT VERNETZT gelernt?
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Alison Eriksen
Bereichsleitung Sport Beisheim Stiftung
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Igor Ryabinin
Projektleiter SPORT VERNETZT
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SPORT VERNETZT Kita: Über 100 Kinder mit viel Lust auf Bewegung in Kassel
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Etwas mehr als 100 der 600 Kinder, die die ACT Kassel in mittlerweile sieben Sozialräumen bewegt, trafen sich Anfang Juni zum Kitafestival in der task-Halle. Viele Unterstützer:innen der Initiative waren auch dabei.
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Ganztagsgrundschule
Sportlich bewegt on Tour - Einmal quer durch die SPORT-VERNETZT-Republik
2000 Kilometer quer durch die Republik. Acht SPORT-VERNETZT-Standorte. Drei Tage Spiel, Sport und Bewegung vor allem in der Theorie, ein bisschen auch in der Praxis.
Der sportliche Leiter von SPORT VERNETZT, Ludwig Voß, und der Geschäftsführer der ALBASPROSS gGmbH, Philipp Hickethier, waren in der vergangenen Woche gemeinsam mit Stefan Schröder und Hanna Hoppe von der Leuphana Universität Lüneburg ordentlich unterwegs, um sich mit vielen hochengagierten Menschen auszutauschen.
Dabei ging es einerseits um die Aktivitäten im Projekt SPORT VERNETZT Ganztagsgrundschule, andererseits um die der (potenziell neuen) Standorte. Die Reise knüpfte an eine Reihe von Schulbesuchen des gemeinsamen Praxis-Wissenschafts-Projektteams SPORT VERNETZT Ganztagsgrundschule (ALBA Berlin × Leuphana Universität Lüneburg) an, die wir Ende des vergangenen Jahres mit ALBAs Vizepräsident Henning Harnisch begonnen haben. Immer mit dabei: Stefan Schröder, der zuständige Mitarbeiter aus Lüneburg. Er formuliert die Ziele dieser Reisen so: "Wir wollen gute Praxisbeispiele sichtbar machen, Transferhürden verstehen und die nächsten Schritte in den Standorten dialogisch entwickeln und schärfen."
Westwärts
Alles begann in Niedersachsen. Dieser Satz trifft wahrscheinlich auf nicht ganz so viele Ereignisse zu, auf diese Reise allerdings schon. Kurz nach 8 Uhr morgens fuhr Mohsen Makoo mit seinem Klappfahrrad am Wolfsburger Hauptbahnhof vor und nahm Ludwig Voß und Janin Hoeft, die Cluster-Managerin für Niedersachsen vom dortigen LSB, sehr herzlich in Empfang. Dann per Pedes im leichten Nieselregen 20 Minuten durch die Dämmerung zum Campus des VfL Wolfsburg. Vorbei an einem, demnächst hoffentlich nicht mehr nur dem Namen nach erkennbaren, Bolzplatz in Wolfsburg-Hellwinkel. Wirklich viele Fußgänger- oder Fahrradfahrer:innen waren in der Autostadt nicht unterwegs. Das kann an deren Charakter, aber auch am Eis und Schnee auf den Wegen gelegen haben. Nach einer kurzen Tour durch die Räumlichkeiten und viel Input des engagierten Gastgebers, kamen auch schon die Kinder der nahegelegenen Kita durch die Tür der VfL-Turnhalle. Während die Kids Spaß an der Bewegung auf einem Parcours hatten, erzählten uns Mohsen und Tiny Peter vom Grundschulprojekt und was sonst alles so geht an den Kitas und Schulen in Wolfsburg. Erkenntnis: Einiges! Die Bildungs gGmbH des VfL betreut inzwischen an zehn Schulen mit über 80 pädagogischen Fachkräften über 1500 Kinder im Ganztag. Ein Anknüpfungspunkt für alle, die in die gleiche Richtung denken.
Auf Wolfsburg folgte nach einer kurzen Bahnfahrt Hannover. In der Geschäftsstelle des LSB-Niedersachsen, unweit der großen Fußballarena, empfingen die Teamleitung für Sportentwicklung, Uta Grimm, und der für Kita, Schule, Vereine und Projekte zuständige Teamleiter der Sportjugend Niedersachsen, Karsten Täger, die Berliner Delegation. In rund zwei Stunden Austausch ging es um den Ist-Stand von SPORT VERNETZT im gesamten Bundesland. Zwischen Weiterbildungen, Finanzierungsmodellen und Ganztagsträgerschaften der Vereine wurde schnell deutlich, dass sich in Niedersachsen viele Kinder bewegen, es aber auch Potential für wesentlich mehr Bewegung gibt. Weiter gings nach Rheinland-Pfalz.
Nach Süden
Über Frankfurt am Main und Rüsselsheim ratterte die Regionalbahn nahezu pünktlich nach Mainz durch. Moment Rüsselsheim? Genau! Die Stadt, die gerade so noch in Hessen liegt, durch einen großen Autohersteller bekannt geworden ist und in der der SC Opel sich anschickt, neuester SPORT-VERNETZT-Partnerverein zu werden. Genau aus diesem Grund gab es am Abend auch eine (digitale) Austauschrunde mit Vertretern der Initiative, der Stadt Rüsselsheim und des Sportvereins. Jetzt wird dort erst einmal ordentlich Karneval gefeiert und wenn das durch ist, werden Nägel mit Köpfen gemacht.
Während die zweite Reisegruppe sich mit etlichen Schwierigkeiten bei der Zugfahrt und mehreren Stunden Verspätung am Ende per (unterhaltsamer) Taxifahrt von Bonn nach Andernach durchschlug, hatte sich Rheinland-Pfalz-Koordinator Jan Schuster längst zur ersten gesellt und der Meenzer Kässpezialitäten kredenzt.
Am Rhein entlang
Ein kalter Donnerstagmorgen um halb acht in Andernach. Die Hasenfänger-Grundschule in der 30.000 Einwohnenden-Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz empfing die Schüler:innen zum Unterricht. Und einige Gäste zu einem Treffen im Rahmen von SPORT VERNETZT Ganztagsgrundschule. Direkt zum Start ging’s erst mal in die Sporthalle. Hier können Kinder, die etwas früher in die Schule kommen, einen Bewegungsparcours absolvieren, ein paar Runden laufen oder Ball spielen. Danach suchen sie sich an einer riesigen Magnettafel ihre AG für den Nachmittag aus. Ganz spontan, ganz selbst bestimmt.
Schulleiterin Daniela Dockendorf begrüßte dann in einem für den Austausch umfunktionierten Klassenraum die größere Runde. Mit dabei: Gudrun Kapp, Amtsleiterin Jugend, Soziales und Schulen Stadt Andernach, ein Vertreter der DFL-Stiftung, der Quartiersmanager aus dem Koblenzer Stadtteil Lützel, zwei stellvertretende Schulleiterinnen aus Koblenzer Schulen, ein Inklusionsbeauftragter des Landessportbunds Rheinland-Pfalz und die bereits erwähnte Delegation aus Berlin/Lüneburg/Mainz. Die Gastgeber waren neben der Schulleiterin mit der Konrektorin, dem SPORT-VERNETZT-Beauftragten Lehrer und dem Vertreter des Schüler-Elternbeirats anwesend.
ALBAs Philipp Hickethier unterstrich gleich zu Beginn: „Es liegt eine große Kraft im Austausch unter den Schulen. Deshalb ist das ein wesentlicher Teil des Projekts.“ Und aus diesem Grund waren auch die Koblenzer Schulen mitsamt ihren Unterstützern angereist, die gute Beispiele sehen und Hintergründe der Umsetzung hören und verstehen wollten.
Schulleiterin Dockendorf konnte einige spannende Kooperationen näher erläutern. Besonders sticht die Eishockey-AG gemeinsam mit dem EHC Neuwied in der zehn Kilometer entfernten Eishalle heraus. Ja genau, Eishockey! Das gibt’s als Schulfach höchstens in Bayern. Aber auch die Tennis-AG und vor allem das Klettern werden von den Kindern sehr gut angenommen. Herausforderungen wurden allerdings auch nicht verschwiegen. Nicht alle Vereine, und es gibt in einer Stadt wie Andernach nicht ganz sooo viele, sind leidenschaftliche Kooperationspartner. Viel hängt von Einzelpersonen, vor allem auch aus dem Kollegium der Lehrkräfte, ab. Außerdem sind Sportstätten auch in Andernach knapp. Und um die Zukunft des Sportplatzes neben der Schule gibt es gerade anstrengende Ungereimtheiten. Alles leider wie überall.
Kurz zurück zum Klettern: Nach dem Austausch bestand die Chance, die ersten Klettereinheiten in der Sporthalle der Schule zu erleben. Nachdem die AG bis dato immer außerhalb der Schule stattfand, absolvierten mehrere Lehrkräfte eine Ausbildung zu:r Kletter-Trainer:in. Deshalb entfällt nun der, für Grundschüler:innen immer durchaus mühsame, Weg ins Kletterzentrum. Seit Mitte Januar 2026 kann direkt bei den Hasenfängern geklettert werden. Zukunftspläne gibt es natürlich auch: Yannik Velthaus, der Sportumsetzer der Schule, bereitet gerade eine Pausenliga vor. Außerdem geistert die Idee einer Sportprofilklasse in den Köpfen der Leitung herum. Und einiges mehr…
Weiter rheinaufwärts
Nach rund sechs Stunden in Andernach ging es für die Ganztagsgrundschul-Delegation weiter am Rhein in Richtung Norden entlang nach Mülheim, das ja wiederum an der Ruhr liegt. Währenddessen hatten sich Ludwig Voß und Jan Schuster schon auf den Weg nach Kaiserslautern gemacht, um dort mit gleich drei Vereinen über einen neuen SPORT-VERNETZT-Standort zu sprechen. In Mülheim angekommen, wurde die Delegation um Stefan Schröder und Philipp Hickethier direkt zum Abendessen vom NRW-Clusterkoordinator Lars Winkler und der Konrektorin der Schule am Dichterviertel, Jana Groß, in Empfang genommen. Die stellvertretende Schulleiterin war es auch, die das Team am Freitag an eben jener Schule gemeinsam mit mehreren Kollegiums-Mitgliedern, Mitarbeiter:innen aus dem Ganztag und einer Elternbeirats-Vertreterin begrüßte und eine Schule zeigen konnte, die gerade im partizipativen Bereich für Kinder und Eltern einiges zu bieten hat. Da war das Willkommens-Café für die Eltern, die Lernwaben und die Freundschaftsbank im Eingangsbereich. Oder das kurze Schulradio, das live um kurz nach 10 Uhr aus dem Sekretariat über die Lautsprecher der Schule zu den Schüler:innen schallte. Die Klassenräume waren noch nicht lange umgestaltet. Frontalunterricht gibt es in Mülheim nun nicht mehr. Dafür eine lange Tischtafel und andere Möglichkeiten zum Sitzen und Lernen. Es war deutlich zu sehen, warum die Schule 2021 und 2023 den Deutschen Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung, die auch SPORT VERNETZT Ganztagsgrundschule fördert, gewann und dass sie in Mülheim mit der Transformation noch lange nicht fertig sind. Hier sind engagierte Pädagog:innen mit einem Plan am Werk. Den gibt es ebenfalls auf dem Gebiet der Bewegung. Die Schule hat einen eigenen Tanz, es gibt Brainbreaks als Pausen im Unterricht, an Krafttankstellen können die Kids sich selbst wieder aufladen und freitags ist die Sporthalle für alle zum Basketballzocken geöffnet. Herausragend sind die speziellen Ereignisse: bei einem Laufevent wurden Kilometer in Form von Armbändern gesammelt und beim Sportfest mit 15 verschiedenen Disziplinen, das auch in Kooperation mit einer Oberschule stattfand, hatten alle Kinder auch im Team Spaß und nicht nur die, die bei Bundesjugendspielen besonders gut sind.
Die Zeit in Mülheim war sehr kurz, aber interessant, spannend und intensiv. Mit einer ganzen Schultasche voller Eindrücke rollte die Karawane anschließend zurück nach Berlin und Lüneburg. Einer allerdings fuhr aus Kaiserslautern noch weiter, traf in Trier Cluster-Koordinator David Gerold von der Basketball-Bundesliga, der für alle BBL-Standorte zuständig ist und besuchte mit ihm den lebendigen SPORT-VERNETZT-Standort Trier.
Hinterher blieb für das Ganztagsgrundschulprojekt eines festzustellen: Alle Schulen haben das Potenzial von Spiel, Sport und Bewegung erkannt und sind auf dem Weg der Umsetzung. In der Institution Schule dauern aber Veränderungen ihre Zeit und dranbleiben ist die Prämisse. Viel kommt darauf an, ob die Leitung der Schulen das Thema auch als Entlastung ansehen können und dementsprechend priorisieren.
Die Reise hat insgesamt gezeigt, dass SPORT VERNETZT nicht nur in der Theorie richtig und wichtig ist, sondern auch in der Praxis so begriffen und umgesetzt wird.
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