Kick-Off

Kick-Off in Mülheim: Wie Oberstufenschüler:innen Grundschulkinder bewegen

Rund 1000 Kinder und Jugendliche der Willy-Brandt-Schule in Mülheim an der Ruhr und der Gemeinschaftsgrundschule im Mülheimer Stadtteil Styrum beteiligten sich am vergangenen Mittwoch am Westenergie Distanz Duell und damit auch am Kick-Off fürs Sportlots:innen-Projekt von SPORT VERNETZT.

Fotos: Westenergie

Bei dieser bundesland-übergreifenden Laufveranstaltung arbeitet die gesamte Schule als Team zusammen und versucht ein gemeinsames Ziel zu erreichen: So viele Kilometer wie möglich zu laufen – in jeweils 30 Minuten! Gewinnerin ist die Schule, die pro Teilnehmer:in durchschnittlich die größte Distanz zurückgelegt hat. Von der Gesamtschule waren insgesamt 1072 Läufer:innen am Start und sammelten im Durchschnitt 3,973 Kilometer pro Teilnehmer:in für die Schule.

„Es herrschte den ganzen Tag ein toller Spirit unter den Schülerinnen und Schülern, aber auch bei unseren vielen Gästen“, erzählte Dr. Lars Winkler, Mitinitiator des Sportlots:innen-Projekts und Sportlehrer an der Schule. In diesem Projekt wird die Sporthalle der Gesamtschule für die Schüler:innen der benachbarten Grundschule geöffnet und Oberstufen-Schüler:innen werdenzu Sporthelfer:innen für die Grundschüler:innen ausgebildet. Wichtige Multiplikatorin im Projekt, dem sogenannten Motion Club und intensivste Unterstützerin bei SPORT VERNETZT, ist Gianina Chatzopoulos vom Familiengrundschulzentrum Styrum.Sie begleitete das Projekt von Anfang an und sorgte dafür, dass sich die Anzahl der Beteiligten Grundschüler:innen von 40 auf 120 verdreifachte anstieg.

Neben Winkler und Chatzopoulos empfingen auch die Schulleiterinnen der Willy-Brandt-Schule, Karin Rinn und Simone Müller-Dausel, die Gäste aus dem Stadtteil, dem Sport und der Politik.

„Die Schülerinnen und Schüler feuern sich gegenseitig an und erbringen eine großartige Teamleistung”, berichtete Karin Rinn, Schulleiterin der Willy-Brandt-Schule. Auch Ann-Kathrin Allekotte, 2. Bürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr, war von der Veranstaltung begeistert: „Vor allem der Teamgeist steht hier im Mittelpunkt. Alle bringen sich ein und unterstützen sich gegenseitig, um als Schule insgesamt erfolgreich zu sein.“

Sie war ebenso wie der Bezirksbürgermeister für den Stadtbezirk 2 der Stadt Mülheim an der Ruhr, Heinz-Werner Czeczatka-Simon, und die Vorsitzende des Bildungsausschuss, Gabriele Hawig, vor Ort. Von der easyCredit BBL war der Referent für Sport und Nachwuchsentwicklung Moritz Geske zu Gast, vom Styrumer TV Tanja Westerhöfer und vom ETB Schwarz-Weiß Essen Nachwuchsleiter Markus Zilch. Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Schule beim Lauf außerdem von einigen Spielern der Basketballmannschaft der ETB Miners. Die Spieler, die sonst für ihren Verein in der 2. Bundesliga Pro B auflaufen, sammelten an diesem Morgen Runden und trugen so zum sportlichen Erfolg der Willy-Brandt-Schule beim Westenergie Distanz Duell bei.

Der Mülheimer Stadtdirektor und Dezernent für Schule, Jugend, Sport und Integration, David A. Lüngen, eröffnete den kurzen Gedankenaustausch im Vorfeld des Laufs mit einer Rede, Igor Ryabinin von SPORT VERNETZT folgte mit den Zielen von SPORT VERNETZT. Nach den Inputs gab es eine kurze, aber fruchtbare und interessante Diskussionsrunde, bevor es ans Laufen ging.

„Übungsleiter:innen-Mangel ist an vielen unserer Standorte eine Herausforderung“, sagt SV-Gesamtprojektleiter Igor Ryabinin. „Der Ansatz des Sportlots:innen-Projekts liefert eine Lösung für dieses Problem. Zudem gelingt es dadurch weiterführende Schulen in SPORT VERNETZT einzubeziehen.“

Erstmals nahmen am Westenergie Distanz Duell auch Grundschüler:innen teil. Die 80 Läufer:innen aus den dritten und vierten Klassen der Gemeinschaftsgrundschulehaben zum besonderen Geist des Tages beigetragen. Kurz vor dem Lauf gab es eine spontane gemeinsame Choreo von großen und kleinen, jungen und älteren Läufer:innen und dann ging es ab auf die Piste. Hier waren viele der oben bereits erwähnten Vertreter:innen genau so am Start, wie eine großer Teil der Lehrerinnen und Lehrer der Willy-Brandt-Schule. Mehr Bewegung geht eigentlich nicht.

„Für uns geht es jetzt darum, den Schwung dieses tollen Tages mitzunehmen und die Bewegung für die Kinder und Jugendlichen zu verstetigen. Das Feuer nicht ausgehen zu lassen, den Spirit am Leben zu halten“, sagte Lars Winkler. Denn, das Projekt hilft in der Tat nicht nur den vielen Oberstufen-Schüler:innen, die zu Sportlots:innen werden und inzwischen auch schon beim Styrumer TV Kinderturn-Angebote betreuen. Es hilft auch den Grundschulkindern, die sich mindestens an einem Nachmittag in der Woche so richtig ordentlich bewegen und auch ihm: „Aus den Angeboten des vergangenen Schuljahres haben ich jetzt fünf Kids in meinem Unterricht. Da fällt der Start direkt viel leichter, auch für die anderen.“

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