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Leonie Schulte
Was war dein Einstieg in den Sport?
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Leonie Schulte
Was ist das Besondere an deinem Sozialraum?
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Leonie Schulte
Wie bist du in deinem Sozialraum gelandet?
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Leonie Schulte
Was willst du mit deiner Arbeit im Sozialraum bewirken?
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Leonie Schulte
Was hast du durch SPORT VERNETZT gelernt?
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Alison Eriksen
Bereichsleitung Sport Beisheim Stiftung
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Igor Ryabinin
Projektleiter SPORT VERNETZT
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SPORT VERNETZT Kita: Über 100 Kinder mit viel Lust auf Bewegung in Kassel
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Etwas mehr als 100 der 600 Kinder, die die ACT Kassel in mittlerweile sieben Sozialräumen bewegt, trafen sich Anfang Juni zum Kitafestival in der task-Halle. Viele Unterstützer:innen der Initiative waren auch dabei.
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Carola Bugert
Was war dein Einstieg in den Sport?
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Carola Bugert
Was kann SPORT VERNETZT bewirken?
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Carola Bugert
Was hast du durch SPORT VERNETZT gelernt?
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Carola Bugert
Wen hast du durch SPORT VERNETZT kennengelernt?
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Carola Bugert
Was ist das Besondere an deinem Sozialraum?
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„Die Idee, Menschen zu Sportbürgerinnen und Sportbürgern zu machen, ist mehr als ein abgeschlossenes Projekt.“
Dirk König ist bei der federführenden Senatsverwaltung für Inneres und Sport der Projektverantwortliche für SPORT VERNETZT Berlin mit seinen 16 Standorten. Angesiedelt ist die Förderung im Bereich Breitensportentwicklung des Referats Sport und Gesellschaft. Der 43-Jährige begleitet SPORT VERNETZT Berlin von Anfang an und unterstützt die Koordination auch in der ressortübergreifenden Gemeinschaftsinitiative zusammen mit den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie Bildung, Jugend und Familie. Und er ist Ultra-Marathonläufer.
Dirk Königs Tipp für Sportvereine zum Umgang mit Kommunalverwaltungskolleg:innen
Dirk, wie hat es bei dir mit dem Sport angefangen?
Ich bin familiär in einen Sportverein geboren und im Alter von drei Jahren direkt aufgenommen worden. In diesem klassischen Turnverein bin ich dann von klein auf durch alle Altersklassen aufgewachsen. Das ging los beim Kleinkinderturnen. Irgendwann habe ich dann meine eigenen Interessen entdeckt.
Die da waren?
Durch den Radsportboom in den 1990ern bin ich erst einmal auf dem Rennrad gelandet. Die Sparte haben wir zwar nicht im Verein, ich habe es aber trotzdem gemacht. Im Winter bin ich dann ersatzweise immer gelaufen. Und da war es nicht weit bis zum Triathlon. Irgendwann fragte ich mich, was geht maximal? So bin ich im Ultra-Langstreckenbereich angekommen und habe als Solo-Läufer unter anderem zweimal den Mauerweg gefinished (100 Meilen oder ca. 161 Kilometer).
Bist du noch in dem Sportverein aktiv?
In der Berliner Turnerschaft war ich mehrere Jahre Zweiter Vorsitzender, inzwischen bilde ich mit anderen den Vertrauensausschuss für viele Anliegen unserer Mitglieder.
Wie bist du in der Senatsverwaltung für Sport gelandet?
Vor meinem Job in der Verwaltung hatte ich zehn Jahre im Abgeordnetenhaus von Berlin im politisch-parlamentarischen Bereich gearbeitet. 2018 hat mich Aleksander Dzembritzki, seinerzeit Staatssekretär für Sport, gefragt, ob ich mir vorstellen kann, ihn als Referent zu unterstützen. Da sagt man natürlich nicht nein. Aber wie das so im politischen Bereich ist, alles endet mit Ablauf des Mandats. Weil es mir in der Sportverwaltung gut gefallen hat, bin ich einfach geblieben, um an der Basis etwas zu bewegen. Aufgaben gibt es genug.
Wie viel Gestaltungsspielraum hast du da?
Wir entwickeln und konzipieren neue Ideen für das, was mittelfristig gelebte Realität werden soll: sehr kooperativ und zusammen mit Akteuren des Sports. Das ist durchaus erfüllend. Vorher bekam ich in der Regel das auf den Tisch, was nicht funktionierte. Jetzt kann ich Sachen anschieben, die sonst gar nicht möglich wären.
Das klingt spannend. Hast du da Beispiele?
Wir haben unsere Sport- und Bewegungsförderung um eine sozialräumliche Fokussierung ergänzt und beteiligen uns seither mit Projekten wie SPORT VERNETZT oder SpOrt 365 an der Gemeinschaftsinitiative für sozial benachteiligte Quartiere. Insbesondere Kinder, die nicht aus so privilegierten Familien kommen, hatten und haben bis heute besonders unter den Auswirkungen der pandemiebedingten Einschränkungen zu leiden und mit motorischen Einschränkungen und Bewegungsdefiziten zu kämpfen. Vor allem diese Zielgruppe wollen wir wieder in Bewegung bringen.
Ein anderes Beispiel sind Gewaltvorfälle in Sommerbädern: Wir gehen mit sportorientierter Sozialarbeit in die Bäder, um ein zusätzliches Angebot zu machen und die Jugendlichen direkt zu erreichen. Das machen wir - neben anderen Maßnahmen - mit der Sportjugend zusammen, und wir sehen, dass es wirkt.
Darunter fällt sicher auch SPORT VERNETZT Berlin. Kannst du dich erinnern, wie diese Idee realisiert wurde?
Das war Anfang 2022 das Erste, was ich mitentwickeln konnte und seitdem begleite. SPORT VERNETZT hat sich in der Zeit enorm weiterentwickelt und ist zu einem wahren Kreativmotor geworden.
Was ist das Besondere an diesem Projekt?
SPORT VERNETZT Berlin geht dahin, wo die Kinder sind, in Kitas und Schulen. Und erreicht damit auch diejenigen, die nicht sehr früh mit Sport angefangen haben, weil ihnen vielleicht der familiäre Bezug fehlte. Viele Sportvereine haben lange Wartelisten und kommen oft gar nicht erst auf die Idee, Kinder für Sport zu begeistern, die es nicht wollen. Aber da bietet der schulische Ganztag spannende Optionen, junge Menschen zu erreichen. Diese nutzen wir hier, indem Sportvereine viel stärker als selbstverständliche Partner in den Schulalltag integriert werden: zum Beispiel durch Bewegungscoaches, die bewegungsaktivierende Formate in den Unterricht und die Pausen integrieren. Exemplarisch steht hierfür sicherlich die Trägerschaft von ALBA an der Albert-Gutzmann-Schule im Wedding. Inzwischen begibt sich auch der LSB auf diesen Weg.
Wie läuft die Zusammenarbeit mit den anderen Senatsverwaltungen?
Mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Schulsport und aus der Stadtentwicklung ziehen wir an einem Strang: Gemeinsam stellen wir derzeit berlinweit bis zu 760.000 Euro jährlich zur Verfügung, mit dem Ziel, Schul- und Vereinskooperationen auf- und auszubauen, die in positiver Weise auf die umliegenden Sozialräume ausstrahlen. Das ist der Sinn der ressortübergreifenden Gemeinschaftsinitiative für sozial benachteiligte Quartiere. Und Sport und Bewegung sind hierfür das verbindende Medium.
Das klingt nach dem, was man von Verwaltung erwartet.
Man kann natürlich immer noch mehr machen, und wir haben auch viele Herausforderungen zu meistern, aber wir zeigen, was geht…
Was sind die nächsten Schritte bei SPORT VERNETZT Berlin?
Die Finanzierung ist bis 2027 gesichert. Allerdings muss es dann irgendwann eine Verstetigung geben, weil jedes Projekt einmal endet. Dafür die Weichen zu stellen, wird die kommende Aufgabe sein und daran arbeiten wir. Die Idee, Menschen zu Sportbürgerinnen und Sportbürgern zu machen, ist aber mehr als nur ein abgeschlossenes Projekt. Es ist eine Lebensphilosophie. Diese Gedanken an der Basis weiterzutragen, darum geht es eigentlich.
Hast Du Tipps für Menschen, die Kinder in Bewegung bringen möchten, wie sie Verantwortliche in Stadt und Land für sich gewinnen können?
Aus meiner Sicht ist es wichtig, nah dran zu sein. Das klingt banal und einfach, ist es aber nicht. Politisches Lobbying ist gut, aber Politik verändert sich. Wichtig ist, dass man auch die zuständigen Leute in der Verwaltung kennt, und mit diesen in einem kontinuierlichen Austausch ist.
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