„Die ALBAthek ist perfekt strukturiert und nimmt uns Coaches viel Arbeit ab.“
Dustin Liedtke ist 33 Jahre alt. Er ist Trainer bei der Aelteren Casseler Turngemeinde von 1848 e.V., kurz ACT Kassel. Neben seinem Sport-Lehramtsstudium ist er in Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen, in Kitas und Schulen im Einsatz. Außerdem ist er Basketballtrainer im Jugendbereich. Warum die ACT Kassel die ALBAthek als Qualitätsstandard und Wissensspeicher für alle Coaches etabliert hat, lest ihr im folgenden Gespräch.
Wie plant ihr eure Kita-Einheiten in Kassel?
Dustin Liedtke ganz konkret über das praktische Vorgehen beim ACT Kassel.
Dustin, wie und wann hast du eigentlich mit Sport angefangen?
Über meinen Vater! Er hat mit mir schon im frühen Kindheitsalter viele verschiedene Sportangebote ausprobiert. Mit acht Jahren habe ich mit Laufen angefangen, dann Fußballverein, Tischtennis, Judo. Ich habe alles ausprobiert, viel Spaß gehabt, wollte aber immer auch in andere Bereiche und bin nie hängen geblieben. So ist es bis heute.
Gibt’s eine Sportart, die du derzeit regelmäßig ausübst?
Für mich mache ich gerade täglich Kraft- und Athletiktraining. In meiner Freizeit gehe ich gerne auf den Freiplatz zum Basketballspielen.
Du bist für die ACT Kassel tätig. Was ist das für ein Verein?
Alle Kasseler verbinden mit ACT zuerst einen Basketballverein. Ich verbinde mit unserem Verein vor allem die sozialen Projekte, Kooperationen und Stadtteilfeste, die wir machen. Die ACT ist in Kassel auf diesem Gebiet sehr gut vernetzt und in vielen Sozialräumen unterwegs.
Was genau ist dein Tätigkeitsfeld?
Seit zwei Jahren bin ich hauptamtlicher Trainer. Ganz früh morgens bin ich in den Kasseler Werkstätten für Bewegungsangebote mit Menschen mit Behinderung, vormittags bin ich für Bewegungsangebote an Kitas, so um die Mittagszeit mache ich Sportangebote fokussiert auf Basketball an Grundschulen und weiterführenden Schulen, und am Nachmittag leite ich Vereinstrainings im Basketball im U8- und U10-Bereich.
Wie ist euer Plan für eure Kitaeinheiten?
Wir sind zwei Stunden an den jeweiligen Kitas tätig. Im Regelfall sind das zwei Bewegungseinheiten à 45 Minuten. Eine Gruppe besteht bei uns aus zwölf Kindern. Dabei halten wir uns inhaltlich an die Vorgaben der ALBAthek. Darin gibt es mehrere Wochenpläne. Zum Beispiel für die vier- bis fünfjährigen und auch die fünf- bis sechsjährigen Kinder. So teilen wir unsere Gruppen nach Rücksprache mit den Erzieher:innen auch ein. Unser Cluster-Manager Niklas versendet immer am Ende der Woche eine E-Mail mit dem Plan und den Links zu den Spielen in der ALBAthek für die nächste Woche an unsere Trainer:innen. Wir vor Ort setzen das dann um. Das hängt durchaus von den Räumlichkeiten und dem vorhandenen Material ab. Aber auch da versuchen wir gerade Abhilfe zu schaffen. Wir statten im ersten Schritt sechs Kitas mit Materialboxen aus, um das alles einheitlich zu machen.
Wie seid ihr auf die Idee gekommen, die ALBAthek zu benutzen?
Als ich mit den Angeboten anfing, hat unser Chef mich gefragt, was ich von der ALBAthek halte und ob wir die benutzen können. Ich hab's mir angeschaut und fand das wirklich gut. Zum Beispiel gibt’s diese Filterfunktionen, bei denen man angeben kann, was an Materialien an dem Ort vorhanden ist, oder man filtert nach Spielen zum Trainieren von bestimmten Fähigkeiten. Die ALBAthek ist perfekt strukturiert und nimmt uns Coaches viel Arbeit ab
Aber ihr könnt sicher nicht alles eins zu eins übernehmen?
Ja klar, das geht nicht. Wir müssen auf jeden Fall im Vorfeld immer kritisch überprüfen, ob die ausgesuchten Spiele auch für die Kita passen. Die Spiele sind toll, aber manche Kinder sind etwa motorisch noch nicht so weit, da muss ich dann etwas modifizieren. Die größte Barriere ist aber die Sprache. Es ist durchaus eine Herausforderung, Kindern Regelspiele beizubringen, die kein oder wenig Deutsch verstehen.
Sonst setzt ihr das aber in allen Kitas um, an denen ihr unterwegs seid?
Ja. Es hat sich auch bewährt, weil es einfach auch sehr viele Spiele gibt, die auch für die Erzieher:innen neu sind. Die Kinder haben Spaß und man sieht auch, dass sie Fertigkeiten innerhalb von zwei, drei Wochen dazu gewinnen. Nur ein kleines Beispiel: sich auf den Bauch legen und wie ein Baumstamm rollen. Das klingt simpel, ist aber für ein Kind eine große motorische Herausforderung.
Gibt es noch andere Gründe für euch, die ALBAthek einzusetzen?
Die Spiele decken ein großes Spektrum davon ab, was ein Kind in dem jeweiligen Alter motorisch und kognitiv lernen und können sollte. Die Vielfalt ist groß und die Anpassung auf das Alter funktioniert. Gerade für frische Übungsleiter:innen ist das natürlich Gold wert. Noch ein Beispiel: Letztens ging's um Farben. Die Kinder haben dabei verschiedene Gangarten gelernt und sollten dann auf ein Signal eine Farbe suchen. Dabei habe ich festgestellt, dass einige Kinder Blau von Rot nicht unterscheiden konnten und habe das direkt an die Kitas zurückgemeldet.
Vielen Dank für die detaillierten Antworten, Dustin. Wie ist die Planung für deine persönliche Zukunft?
Wahrscheinlich werde ich irgendwann als Sportlehrer an einer Schule arbeiten oder aber als Sportkoordinator Ganztag. Egal wie, ich werde Kinder in Bewegung bringen.
Fotos: ACT Kassel
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