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Mehr zur Pausenliga an der Albert-Gutzmann-Schule in Berlin-Wedding
5er-Ball (Basketball für die 1. Klasse) als Pausenliga-Wettbewerb
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Michael Wasielewski
Was war dein Einstieg in den Sport?
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Michael Wasielewski
Wo ist dein Sozialraum?
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Michael Wasielewski
Was ist das Besondere an deinem Sozialraum?
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Michael Wasielewski
Was hast du durch SPORT VERNETZT gelernt?
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Michael Wasielewski
Was kann SPORT VERNETZT bewirken?
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Leonie Schulte
Was war dein Einstieg in den Sport?
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Leonie Schulte
Was ist das Besondere an deinem Sozialraum?
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Leonie Schulte
Wie bist du in deinem Sozialraum gelandet?
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Was willst du mit deiner Arbeit im Sozialraum bewirken?
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Leonie Schulte
Was hast du durch SPORT VERNETZT gelernt?
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Alison Eriksen
Bereichsleitung Sport Beisheim Stiftung
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Igor Ryabinin
Projektleiter SPORT VERNETZT
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interview
„Was ich an SPORT VERNETZT besonders schätze, ist die Flexibilität, mit der es an den einzelnen Standorten gestaltet werden kann.“
Matthias Sonnenschein ist seit 2018 Leiter für Sport- und Nachwuchsentwicklung bei der easyCredit Basketball Bundesliga. Er ist gebürtiger Rösrather, aber im Herzen Kölner. Der heute 37-Jährige war Basketballspieler in Bonn und Rhöndorf. Vor allem aber auch Cheftrainer in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) und Headcoach und Co-Trainer bei Rhöndorf in der ProA und ProB. Wir haben mit ihm über all das gesprochen, was die BBL jenseits von der Organisation und Vermarktung des Spielbetriebs der höchsten Basketballliga der Republik tut.
Matthias Sonnenschein über die Maßnahmen der BBL in Bezug auf Mädchenbasketball
Was bewegt die Basketball Bundesliga (BBL) über die Basketball Bundesliga hinaus?
Das Hauptziel, das uns antreibt, und warum auch die BBL als Liga überhaupt eine Nachwuchsabteilung hat und die Clubs dabei auch bestimmte Standards erfüllen müssen, ist, dass wir Basketball aus der Nische holen wollen. Wir glauben fest daran, dass das nur funktioniert, wenn das Umfeld eines Clubs mit Basketball infiziert ist, viele Leute das selbst in der Halle erleben und dann auch zum Zugucken kommen, wenn es Identifikationsfiguren gibt und wenn wir es schaffen, das Feuer bei allen am Leben zu erhalten.
Wie genau arbeitet die BBL in Richtung dieses Ziels?
Wir haben, wie jeder Club auch, eine Nachwuchsabteilung mit mehreren Nachwuchsmitarbeitenden und auch jemanden, der sich um den Bereich Soziales kümmert. Als vorwiegende Akademikersportart können wir nur bedingt wachsen, wir brauchen auch die Kinder, die bisher keinen Zugang haben. Das schaffen wir, indem wir dahin gehen, wo diese Kinder sind und ihnen ein Angebot machen. Der Unterschied zwischen uns und einem Club ist: Wir wirken immer nur mittelbar. Wir vermitteln den Clubs unsere Idee des großen gemeinschaftlichen Projekts BBL-Assist mit seinen Unterprojekten SPORT VERNETZT, BasKIDball und Mädchenbasketball und laden sie ein, sich anzuschließen und mitzumachen. Dabei geht es vor allem um Netzwerke und Community.
Ein nicht ganz unwichtiger Bestandteil ist sicher auch die Initiative Move your Sport des Streaminganbieters DYN. Welche Rolle spielt sie?
Move your Sport ist eine Chance, Dinge viel größer zu machen, als wir sie vorher gemacht haben. Wir hatten vorher für alle Nachwuchsprojekte gemeinsam mit der zweiten Liga etwa eine Million Euro aus dem Ausbildungsfonds zur Verfügung. Der Betrag ist jetzt deutlich größer. Wir können den Hebel, den wir haben, verlängern und sogar neue Dinge einführen. Wir konnten beispielsweise die Ausbildungsprämien erhöhen und bei den Nachwuchsclubprojekten können wir jetzt allen Clubs jedes Jahr helfen. Vorher ging das nur einmalig an ausgewählten Standorten. Zudem konnten wir BBL-Assist einführen und wie der Summit in Bamberg gezeigt hat, ist es für mehr als zwei Drittel der Liga wichtig, sich im Bereich soziale Nachhaltigkeit, also bei den drei schon erwähnten Initiativen, zu engagieren.
Gibt es weitere Ideen in diese Richtung?
Ja! Wir werden es ab 1. Juli 2026 den Clubs leicht machen, eine:n zusätzliche:n Mitarbeiter:in im Bereich Grundschule einzustellen. Wir schaffen damit, inklusive einer Stelle bei uns, 17 neue hauptamtliche Stellen im Bereich Grundschule.
Du hattest den Summit in Bamberg schon kurz erwähnt. Wie fällt da euer Fazit aus?
Für mich sind die relevanten Punkte von dem Treffen diese… Erstens: 14 von 18 Clubs sind bei SPORT VERNETZT dabei und waren vor Ort. Zweitens: Die Verschmelzung von BasKIDball und SPORT VERNETZT wurde nach unserer Anregung angegangen.
Wie siehst Du grundsätzlich die Entwicklung von SPORT VERNETZT?
Was ich daran besonders schätze, ist die Flexibilität, mit der es an den einzelnen Standorten gestaltet werden kann. Abseits der drei Pfeiler Kita, Grundschule, Vereine ist der Aufbau des Netzwerks komplett frei. Da können wir BasKIDball mitdenken, können auch Mädchenbasketball direkt mit integrieren; alles mit reinnehmen, was wir möchten. Die Frankfurter beispielsweise haben eine Schul-AG Basketball meets Tanzen gestartet. Das ist für mich die Stärke und auch der Grund, warum so viele Clubs dabei sind.
Bei SPORT VERNETZT geht’s ja darum, Kindern den Einstieg in den Sport zu ermöglichen, die es nicht so leicht haben, diesen Weg zu finden. Wie war das bei dir persönlich?
Bei uns zu Hause gab’s die eiserne Regel: Jeder muss im Sportverein sein. Die Sportart durften wir uns (fast) selbst aussuchen. Ich bin beim Bergischen Schwimmclub geschwommen bis ich 13 war. Mein Vater aber war Basketballer. Und dann bin ich in die Sporthalle gegangen. Und obwohl der Trainer keine große Erfahrung im Sport selbst hatte[MS2] , das Training am Samstagmorgen um 10 Uhr stattfand und die Halle nicht mal ein richtiges Basketballfeld hatte, habe ich mich sofort richtig wohl gefühlt. Ich wurde mit offenen Armen empfangen und hatte ab dem ersten Training eine neue Familie. Das kannte ich vom Schwimmen nicht. Ich war so begeistert, dabei wollte ich bleiben.
Bei welchem Verein war das?
Das war der TV Hoffnungsthal. Nach Rhöndorf bin ich eher zufällig gekommen. Da war ich aber schon zusätzlich Trainer und die suchten genau einen wie mich. Dann kam immer recht schnell der nächste Schritt: erst die Landesauswahl, dann der Nationalmannschaftstrainer und die A-Lizenz. Alles immer genau dann, bevor ich mich anfangen konnte zu langweilen…
Was sind denn so die nächsten Schritte für BBL-Assist?
Für mich ist es so, dass SPORT VERNETZT die nicht mehr wegzudenkende Basis ist und selbst wenn es keine Gelder mehr von Move Your Sport geben sollte, werden die Clubs weitermachen. Denn es erschließt Gremien und Töpfe, Nachwuchsspieler, aber auch Strahlkraft, die unsere Vereine vorher so nicht erreicht haben. Und es ist auch eine gute Geschichte, die wir gegenüber vielen anderen Unterstützern, zum Beispiel auch den Kommunen, erzählen können.
Worum geht es vorrangig beim Projekt Mädchenbasketball?
Die Basis soll natürlich vergrößert werden. Die am BBL-Assist-Projekt teilnehmenden BBL-Clubs haben sich selbst verpflichtet, eine Basis im Mädchen- und Frauenbereich aufzubauen. Und dabei geht es natürlich auch um Frauen als Trainerinnen. Wir brauchen einfach neue Vorbilder! (Mehr im Audioschnipsel…)
Was ist dein zentraler Wunsch für die Entwicklung der BBL?
Ich wünsche mir eine starke Kultur in der Liga. Eine Kultur, die mit Menschen entsteht, die lange im System sind. Leute, die Standorte prägen und da bleiben. Die mit ihrer Expertise bei uns vielleicht erst spielen, dann arbeiten, wovon dann wieder andere partizipieren. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wäre es, dass wir mehr Gesichter aus dem Nachwuchs und das gilt auch für Trainer, länger in unseren Vereinen sehen.