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Was im Sportsystem würdet Ihr als erstes verändern, wenn ihr es könntet?

„Ich würde eine bundesweite Sportpolicy etablieren, die klare und einheitliche Strukturen sowie verlässliche Finanzierungsmechanismen vom Spitzensport bis zur Grasswurzelebene schafft. Gleichzeitig würde sie die gesellschaftliche Relevanz des Sports – insbesondere in Schnittstellenbereichen wie Bildung – strukturell verankern und ressortübergreifend stärken.“

David Gerold, Referent Sport- und Nachwuchsentwicklung, BBL

„Ich sehe es aus der Sicht eines Mehrsparten- und Breitensport-Vereins: Wir brauchen verlässliche monetäre Unterstützung, um auch im Ehrenamt vernünftige Vergütung gewährleisten zu können. Spenden und Fördergelder sind nett im Ehrenamt, ohne Hauptamt ist aber nicht viel machbar. Der bürokratische Aufwand wird außerdem immer größer und ist mit Vor-/Nacharbeit zu einem Projekt noch nicht einmal berücksichtigt bzw. abrechenbar! Aus Sicht der Mitglieder und als Trainerin: Wir brauchen BuT nicht nur für Kinder sondern z. B. auch für die Frauen/Mütter, die teilweise ohne Sprache und soziale Anbindung unter uns leben. Ich gebe Kurse für solche Frauen und erlebe immer wieder eine erstaunliche Metamorphose, wenn Sprache und Austausch erst im Sport und dann auch im ganz Alltäglichen Einzug halten kann. Ein Netzwerk kann so viel bewegen...!“

Tanja Westhöfer-Häde, Styrumer Turnverein 1880 e. V. Mülheim an der Ruhr

„Meine Gedanken zu wichtigen Veränderungen im Sportsystem: 1. Um den Bedarfen und Zugängen im Sport gerecht zu werden, muss es eine verstärkte Förderung von Hauptamt in Sportvereinen geben. 2. Sportvereine sollten vereinfachte Zugänge zu Präventionsmitteln erhalten.“

Ludwig Voss, ALBA BERLIN, Sportlicher Leiter SPORT VERNETZT